Versionshinweise

Dieses Kapitel enthält Informationen über Änderungen in verschiedenen Veyon-Versionen. Sie sollten die Hinweise sorgfältig lesen, bevor Sie von einer älteren Version von Veyon auf eine neuere Version aktualisieren. Wenn die Migration nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, kann die Verwendung neuerer Versionen von Veyon mit alten Einstellungen im schlimmsten Fall zu Sicherheitsproblemen führen, z.B. nicht mehr korrekt arbeitende Zugriffskontrollregeln.

Versionshinweise für die einzelnen Veröffentlichungen befinden sich auf der Veyon-Release-Seite.

Konfiguration aktualisieren

Aufgrund von Änderungen in Veyon und seinen Plugins kann es vorkommen, dass sich sowohl Konfigurationsschlüssel als auch Werte zwischen den Releaseserien von Veyon ändern. Grundlegend besitzt Veyon eingebaute Mechanismen, um alte Konfigurationsschlüssel und -werte zu lesen und zur Laufzeit intern zu migrieren. Dadurch wird sichergestellt, dass Veyon normal weiterläuft, auch wenn nur die Software aktualisiert wurde. Es wird dennoch dringend empfohlen, immer auch die im System gespeicherte Veyon-Konfiguration zu aktualisieren. Hierfür gibt es zwei Wege:

  1. Öffnen Sie den Veyon Configurator und klicken auf die Schaltfläche Anwenden, um die zur Laufzeit migrierte Konfiguration dauerhaft zu speichern und anzuwenden.
  2. Benutzen Sie die Kommandozeilenschnittstelle, um die Konfiguration über den upgrade-Befehl des config-Moduls zu aktualisieren.

Wenn nicht die zweite Methode automatisiert auf allen Computern verwendet wird, muss die aktualisierte Konfiguration anschließend auf alle anderen Computer exportiert werden.

Bei der Umbenennung von Konfigurationsschlüsseln werden aus Kompatibilitätsgründen immer die alten Schlüssel beibehalten, so dass ein Wechsel zu einer früheren Version leichter möglich ist. In einer zukünftigen Version wird es einen Bereinigungsmechanismus geben, der alle veralteten Konfigurationsschlüssel entfernt.

Veyon 4.6

Übersicht

In Veyon 4.6 wurde vor allem das Fernzugriffsmodul so umgestaltet, dass die Computerverbindung des Hauptfensters wiederverwendet wird. Auf diese Weise erhalten Benutzer sofortigen Zugriff auf Computer, wenn sie die Fernsteuerungs- oder Ansichtsfunktion starten und müssen nicht mehr warten, bis die Verbindung hergestellt ist (was bis zu mehreren Sekunden dauern konnte). Außerdem können die Benutzer jetzt die linke Maustaste auf einem Computer drücken und gedrückt halten. Dadurch wird der Bildschirm des Computers im Vollbildmodus und in Echtzeit angezeigt, bis die Maustaste wieder losgelassen wird. Veyon CLI wurde um zwei neue Module zur Verwaltung von Plugins und Funktionen erweitert. Dies ermöglicht das Starten und Stoppen von Veyon-Funktionen aus der Ferne über die Kommandozeile, z.B. für Skripting und Automatisierungsaufgaben. Unter Linux wurde die Veyon Service Komponente stark verbessert, um Veyon Server Instanzen zuverlässiger zu starten und zu stoppen, wenn sich die Sitzung ändert (Benutzeranmeldung/-abmeldung etc.). Zusätzlich zu den bestehenden Einzel- und Mehrsitzungsmodi gibt es jetzt einen neuen aktiven Sitzungsmodus unter Windows, der eine einzelne Veyon Server Instanz für die gerade aktive lokale oder entfernte Sitzung startet. Dies ist sehr nützlich für Umgebungen, in denen einige Schüler lokal eingeloggt sind, während andere über RDP von zu Hause aus auf unbesetzte Computer zugreifen.

Da hauptsächlich nur wenige spezifische Module geändert oder erweitert wurden, ist das Risiko von Regressionen im Allgemeinen eher gering. Insbesondere Linux-Benutzern wird empfohlen, bald zu aktualisieren, um Probleme mit dem Veyon Service zu beheben.

  • Core
    • Protokollfehler während der initialen Authentifizierungsphase werden zuverlässiger behandelt. Dies behebt Probleme bei der versehentlichen Verbindung mit inkompatiblen Servern.
  • CLI
    • Die Module plugin und feature wurden hinzugefügt.
    • Die Plugins config und shell wurden als statische Module integriert.
  • Plugins
    • Demo: Die visuelle Rückmeldung beim (erneuten) Verbinden wurde neu gestaltet.
    • Desktopdienste: Die Funktion Programm starten wurde umbenannt in Anwendung starten.
    • Fernzugriff: Die visuelle Rückmeldung beim (erneuten) Verbinden wurde neu gestaltet.
    • Fernzugriff: Die Computerverbindung des Hauptfensters wird, falls verfügbar, wiederverwendet, wodurch sofort auf den entfernten Computer zugegriffen werden kann.
    • Fernzugriff: Der entfernte Cursor wird im reinen Ansichtsmodus nicht mehr verwendet, um gelegentlich beobachtete Render-Artefakte zu vermeiden.
    • Benutzersitzungssteuerung: Nicht-Benutzer-Sitzungen (z.B. Display-Manager-/Login-Sitzungen) werden nicht mehr durch die Benutzerabmeldefunktion beendet.
    • WebAPI: Es wurde ein Fehlercode hinzugefügt, um Protokollfehler zu melden, die beim Verbinden mit dem Veyon Server auftreten.
    • WebAPI: Das Verbindungslimit wird bereits auf der Ebene des HTTP-Servers erzwungen, um den Fehler „Verbindungslimit erreicht“ korrekt zu melden, anstatt eine Zeitüberschreitung zu verursachen.
    • WebAPI:Überspringe Ping für Hosts, zu denen keine Verbindung hergestellt werden konnte. Dies ermöglicht die Verwendung eines höheren Verbindungslimits unter Linux, wenn die Anzahl der offenen Dateideskriptoren begrenzt ist.
  • Linux
    • Die SHM-Unterstützung wird zuverlässiger erkannt.
    • Das Abmelden von Benutzern wird nun korrekt über den umgebungsspezifischen Sitzungsmanager initiiert, während systemd-logind nur als Fallback verwendet wird. Dies behebt, dass der Displaymanager (insbesondere GDM3) nach der Abmeldung nicht mehr angezeigt wird.
    • Das Neustarten und Ausschalten über systemd-logind wurde verbessert, während der umgebungsspezifische Sitzungsmanager nur noch als Fallback verwendet wird. Die Reboot- und Poweroff-Binaries werden nicht mehr verwendet.
  • Master
    • Zusätzlich zum Hostnamen wird der Anzeigename des Computers im Tooltip eines Computers angezeigt.
    • Der Bildschirm eines Computers wird im Vollbildmodus und in Echtzeit angezeigt, während die linke Maustaste auf dem Computer gedrückt und gehalten wird.
    • Bei Linux-Clients wird [Kein Benutzername] als Benutzername anstelle des Namens des Displaymanager-Benutzers angezeigt.
  • Server
    • Hostnamen von verbundenen Computern (angezeigt im Tooltip des Tray-Icons) werden nun im Hintergrund rückwärts aufgelöst, um Verbindungen reaktionsschnell zu halten.
  • Windows
    • Die 3rdparty-Komponente UltraVNC wurde auf die neueste Version aktualisiert.
    • Der neue Aktive Sitzungsmodus wurde implementiert.
    • Die Abfrage von lokalen und Domänen-Benutzergruppen wurde verbessert, um mehr Code gemeinsam zu nutzen und im Fehlerfall mehr Details zu protokollieren.
    • Der Veyon-Dienst hängt zusätzlich von den Diensten LanmanWorkstation und LSM ab, um die Zuverlässigkeit beim Start zu verbessern.
    • Mehrere 3rd-Party-Bibliotheken wurden aktualisiert (Qt 5.12.11 Snapshot, OpenSSL 1.1.1l, TurboJPEG 2.1.1)

Strukturelle Änderungen

In Veyon 4.6 wurde die Funktion Programm starten in Anwendung starten umbenannt, funktioniert aber identisch.

Konfigurationsänderungen

In Veyon 4.6 wurde ein Konfigurationsschlüssel umbenannt. Bei einer Aktualisierung auf Veyon 4.6 oder eine neuere Version wird dieser neue Konfigurationsschlüssel automatisch mit dem Wert des alten Schlüssels vorbelegt.

Alter Name Neuer Name
DesktopServices/PredefinedPrograms DesktopServices/PredefinedApplications

Veyon 4.5

Übersicht

Veyon 4.5 ist die Veröffentlichungsreihe mit den meisten Änderungen seit Veyon 4.0. Hervorzuheben ist, dass Veyon 4.5 ein neues WebAPI-Plugin enthält, das den Zugriff auf Computer durch Produkte von Drittanbietern über HTTP ermöglicht. Veyon Master führt die neuen Überwachungspanels Diashow und Scheinwerfer ein. Der Demo-Modus wurde stark erweitert und verbessert. Es ist jetzt einfach möglich, den Bildschirm eines Schülers anstelle des eigenen Bildschirms freizugeben. In Umgebungen, in denen mehrere Monitore an den Computer angeschlossen sind, auf dem Veyon Master läuft, kann der Benutzer jetzt wählen, nur einen bestimmten Monitor zu teilen. Darüber hinaus wurde die Performance und Reaktionsgeschwindigkeit des Demomodus erheblich verbessert, da der Demo-Server jetzt multithreading-fähig ist. Gleichzeitig konzentriert sich Veyon 4.5 auf Anwendungs- und Desktop-Virtualisierungsumgebungen, indem es eine erweiterte und verbesserte Multisession-Unterstützung bietet. Zusätzlich wurden verschiedene Kompatibilitätsprobleme unter Linux behoben und das Dateiübertragungs-Plugin hat eine Konfigurationsseite erhalten.

  • Core
    • Die Feature-Plugin-API wurde überarbeitet.
    • Das Aufrufen von Arbeitsprozessen und die Kommunikation mit ihnen wurde verbessert, was zu einer erhöhten Zuverlässigkeit bestimmter Veyon-Funktionen wie dem Demo-Modus führt.
    • Sitzungs-IDs werden jetzt intern verwaltet. Dies ermöglicht die Wiederverwendung einer Sitzungs-ID, nachdem eine Benutzer-Sitzung geschlossen wurde. RDP-Sitzungs-IDs (die fortlaufend erhöht werden) werden nicht mehr für die Berechnung von Server-Port-Nummern verwendet.
  • Configurator
    • Mehrere Bereiche der Benutzeroberfläche wurden verbessert.
    • Einstellungen für neue Funktionen des Veyon Master wurden hinzugefügt.
  • Plugins
    • Demo: Der Server wurde auf Multithreading umgebaut, was die Performance und Reaktionsfähigkeit insbesondere bei vielen Clients verbessert.
    • Demo: Es wurde eine Funktion hinzugefügt, um den Bildschirm eines Benutzers anstelle des eigenen Bildschirms zu teilen.
    • Demo: Die Modi (Fenster/Vollbild) wurden zu Unterfunktionen umgebaut, die in einem Dropdown-Menü angezeigt werden.
    • Demo: Es wurde eine Funktion hinzugefügt, um nur einen von mehreren eigenen Bildschirmen zu teilen.
    • Dateiübertragung: Es wurde eine Konfigurationsseite hinzugefügt, auf der Quell- und Zielordner konfiguriert werden können.
    • Fernzugriff: Der Benutzername wird jetzt im Fenstertitel angezeigt.
    • WebAPI: Ein neues Plugin wurde hinzugefügt, das eine RESTful-API für den Zugriff auf Veyon-Server-Instanzen bereitstellt.
  • Linux
    • Die Neustart-/Herunterfahrfunktionen nutzen jetzt bevorzugt systemd-logind.
    • Die Neustart-/Herunterfahrfunktionen suchen jetzt nach Programmdateien in /sbin und /usr/sbin, wenn sie sich nicht in der Umgebungsvariablen PATH befinden.
    • Der Code zur Verwaltung von Benutzersitzungen wurde verbessert, um Veyon Server zuverlässiger zu starten.
    • Die Bildschirmsperr-Funktion funktioniert jetzt ordnungsgemäß mit den meisten Desktop-Umgebungen.
  • Master
    • Das neue Diashow-Panel durchläuft alle Computer und zeigt für kurze Zeit eine vergrößerte Ansicht jedes Computers.
    • Das neue Scheinwerfer-Panel zeigt einen oder mehrere Computer in Echtzeit. So können Benutzer, die besondere Aufmerksamkeit benötigen, im Auge behalten werden.
    • Die Größe von Computersymbolen wird jetzt immer automatisch angepasst, wenn die Größe des Panels geändert wird oder Computer hinzugefügt oder entfernt werden.
    • Zustände und Größen der Panels werden nun beim Schließen des Programms gespeichert und beim nächsten Start wiederhergestellt.
    • Das Seitenverhältnis von Computersymbolen wird nun an die ursprünglichen Bildschirmgrößen angepasst.
  • Server
    • Eine Benachrichtigung wird jetzt sowohl für unvollständige als auch für fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche angezeigt.
    • Die Unterstützung für externe VNC-Server ohne konfigurierte Authentifizierung/Kennwort wurde hinzugefügt.
  • Windows
    • Der Interception-Treiber ist jetzt im Multisession-Modus deaktiviert, um Probleme mit hängenden RDP-Sitzungen zu vermeiden.
    • Die 3rdparty-Komponente UltraVNC wurde auf die neueste Version aktualisiert.
    • Mehrere Drittanbieter-Bibliotheken wurden aktualisiert (Qt 5.12.11 Snapshot, OpenLDAP 2.4.56, OpenSSL 1.1.1h)

Aufgrund der großen Anzahl von Änderungen besteht ein mittleres Risiko für Regressionen. Daher sollte insbesondere die erste Version (v4.5.0) vor dem Einsatz gründlich getestet werden.

Strukturelle Änderungen

Es gibt keine strukturellen Änderungen in Veyon 4.5.

Konfigurationsänderungen

In Veyon 4.5 wurden mehrere Konfigurationsschlüssel umbenannt. Bei der Aktualisierung auf Veyon 4.5 oder neuer werden die neuen Konfigurationsschlüssel automatisch mit dem Wert der alten Schlüssel gefüllt.

Alter Name Neuer Name
Network/PrimaryServicePort Network/VeyonServerPort
Master/AutoAdjustGridSize Master/AutoAdjustIconSize
Master/LocalComputerHidden Master/HideLocalComputer
Master/ComputerFilterHidden Master/HideComputerFilter

Veyon 4.4

Übersicht

Veyon 4.4 ist weitgehend identisch mit Veyon 4.3. Die wichtigste Änderung ist der aktualisierte VNC- und Netzwerk-Stack, der eine noch höhere Zuverlässigkeit bietet. Infolgedessen verwendet Veyon 4.4 etwas andere Techniken und Einstellungen beim Aufbau von Verbindungen zu Client-Computern, so dass die neue Version vor dem Einsatz gründlich getestet werden sollte. Abgesehen davon ist das Risiko von Regressionen sehr gering.

Strukturelle Änderungen

Es gibt keine strukturellen Änderungen in Veyon 4.4.

Konfigurationsänderungen

Es wurden keine Konfigurationsschlüssel geändert oder umbenannt. Verschiedene interne Einstellungen des VNC- und Netzwerkstacks (wie Timeouts und Intervalle) sind jetzt zu Debugging- und Tuningzwecken an der Kommandozeile konfigurierbar.

Veyon 4.3

Übersicht

Veyon 4.3 ist weitgehend identisch mit Veyon 4.2. Es wurde ein neues Plugin hinzugefügt, das es ermöglicht, einen bestimmten Benutzer aus der Ferne auf allen Computern anzumelden. Das CLI-Modul config wurde verbessert, um bestimmte Datentypen (z.B. JSON-Daten und Optionsindizes) intelligenter zu behandeln. Das Upgrade auf Veyon 4.3 erfordert keine Konfigurationsänderungen. Da nur ein neues Plugin hinzugefügt wurde und einige Befehle des config CLI-Moduls erweitert wurden, ist das Risiko von Regressionen sehr gering.

Strukturelle Änderungen

Es gibt keine strukturellen Änderungen in Veyon 4.3.

Konfigurationsänderungen

Es wurden keine Konfigurationsschlüssel geändert oder umbenannt. Die einzigen neuen Konfigurationsschlüssel stehen in direktem Zusammenhang mit der neuen Remote-Anmeldefunktion und müssen in der Regel nicht geändert werden.

Veyon 4.2

Übersicht

Veyon 4.2 setzt die Veyon 4 Hauptrelease-Serie mit vielen internen Modernisierungen, Optimierungen der Benutzeroberfläche und Performanceverbesserungen in vielen Bereichen fort. Veyon 4.2 legt den Grundstein für kommerzielle Add-ons, die ab der zweiten Jahreshälfte 2019 angeboten werden. Die folgenden neuen Funktionen und Verbesserungen sind in Veyon 4.2 enthalten:

  • Core
    • Die Verwaltungsebene für Netzwerkobjekte wurde überarbeitet, um die Verwendung mehrstufiger Hierarchien in kommerziellen Add-ons zu ermöglichen.
    • Die automatische Erkennung der Sprache für die Benutzeroberfläche in einigen Ländern wurde verbessert (z.B. Deutsch in Österreich und der Schweiz verwenden).
    • Kontextinformationen in Logmeldungen wurden verbessert.
  • Master
    • Die Sortierreihenfolge von Computern kann jetzt konfiguriert werden.
    • Die internen Datenmodelle wurden verbessert, was zu mehr Stabilität und Zuverlässigkeit führt.
    • Das Verbindungs- und Nachrichtenhandling wurde verbessert, um Latenzen zu reduzieren.
  • Configurator
    • Neue Ansichtsmodi „Standard“ und „Erweitert“ wurden hinzugefügt.
    • Eine Funktion zum Testen der Authentifizierung wurde hinzugefügt.
  • Plugins
    • Das neue Plugin zur Dateiübertragung ermöglicht es, Dateien an alle Benutzer zu senden und auf Anforderung automatisch zu öffnen.
    • Wake-on-LAN kann über das CLI mit Hilfe des Power-Moduls verwendet werden.
    • Das eingebaute Netzwerkobjektverzeichnis wurde so erweitert, dass CSV-Dateien mit einer Spalte importiert werden können, die den jeweiligen Objekttyp enthält.
    • Die Funktion zum Herunterfahren unterstützt nun zusätzliche Optionen, um Updates zu installieren, das Herunterfahren zu bestätigen oder erst nach einer bestimmten Zeit herunterzufahren.
    • Benutzer können jetzt eigene Programme und Webseiten zum jeweiligen Menü hinzufügen.
    • Miniaturbildaktualisierungen können verlangsamt werden, während der Demo-Modus aktiv ist. Dadurch wird die Performance verbessert und der Netzwerkverkehr reduziert.
  • LDAP
    • Die Konfigurationsseiten wurden um Schaltflächen zum Durchsuchen erweitert.
    • Ein neues Attribut für den Anzeigenamen von Computern wurde hinzugefügt.
    • Die Abfragen von Computerattributen wurden optimiert, um die Last auf LDAP/AD-Servern zu verringern.
    • Die Abfragen von Computerstandorten für die Zugriffskontrolle wurden korrigiert, wenn Container/OUs als Standorte verwendet werden.
    • Die Ergebnismeldungen der Integrationstests wurden verbessert.
  • Linux
    • Eine Konfigurationsseite mit plattformspezifischen Einstellungen wurde hinzugefügt.
    • Der PAM-Dienst login wird nun anstatt von su verwendet, um Benutzer zu authentifizieren.
    • Unterstützung zur Verwendung eines eigenen PAM-Dienstes wie z.B. veyon wurde hinzugefügt.
  • Windows
    • Eine Konfigurationsseite mit plattformspezifischen Einstellungen wurde hinzugefügt.
    • Der Plattform-spezifische Netzwerkcode wurde verbessert, um die Netzwerkverbindungen zuverlässiger zu machen.
    • Ein alternativer Authentifizierungsmechanismus wurde für Fälle hinzugefügt, in denen der SSPI-basierte Mechanismus nicht funktioniert.
    • Die Bildschirmsperrfunktion kann nun Taskleiste, Startknopf und Startmenü deaktivieren und verbergen.
    • Das zugrundeliegende Qt-Framework wurde für bessere Unterstützung von Windows 10 auf Version 5.12 LTS aktualisiert.
    • Performance und Sicherheit des eingebauten UltraVNC-Servers wurden verbessert.

Strukturelle Änderungen

Ab Veyon 4.2 wird der Oberbegriff Standort anstelle von Raum verwendet, wo immer dies sinnvoll ist. Dies betrifft sowohl die Benutzeroberfläche als auch die Namen der Konfigurationsschlüssel. Der Wortlaut wurde geändert, um den Standort von Computern in mehrstufigen Hierarchien besser wiederzugeben.

In Veyon 4.2 wurde das Kommandozeilenwerkzeug in veyon-cli umbenannt. Alle Vorkommen des alten Namens veyon-ctl in Ihren Skripten und Installationsroutinen müssen entsprechend ersetzt werden. Unter Windows gibt es auch eine neue Nicht-Konsole-Version veyon-wcli, mit deren Hilfe Aufgaben automatisiert werden können, ohne dass irritierende Kommandozeilenfenster-Popups erscheinen.

Unter Linux wurde die systemd-Unit von veyon-service.service in veyon.service umbenannt.

Der Veyon Configurator zeigt standardmäßig nicht mehr alle Konfigurationsoptionen an, um die Übersichtlichkeit der Benutzeroberfläche zu verbessern. Wenn Sie bestimmte erweiterte Optionen vermissen, können Sie die Ansicht im Menü Ansicht auf Erweitert umschalten.

Konfigurationsänderungen

In Veyon 4.2 wurden mehrere Konfigurationsschlüssel umbenannt. Bei der Aktualisierung auf Veyon 4.2 oder neuer werden die neuen Konfigurationsschlüssel automatisch mit dem Wert der alten Schlüssel gefüllt.

Alter Name Neuer Name
Service/SoftwareSASEnabled Windows/SoftwareSASEnabled
Master/AutoSwitchToCurrentRoom Master/AutoSelectCurrentLocation
Master/OnlyCurrentRoomVisible Master/ShowCurrentLocationOnly
Master/ManualRoomAdditionAllowed Master/AllowAddingHiddenLocations
Master/EmptyRoomsHidden Master/HideEmptyLocations
Master/OpenComputerManagementAtStart Master/AutoOpenComputerSelectPanel
Master/ConfirmDangerousActions Master/ConfirmUnsafeActions
LDAP/UserLoginAttribute LDAP/UserLoginNameAttribute
LDAP/ComputerRoomMembersByAttribute LDAP/ComputerLocationsByAttribute
LDAP/ComputerRoomMembersByContainer LDAP/ComputerLocationsByContainer
LDAP/ComputerRoomAttribute LDAP/ComputerLocationAttribute
LDAP/ComputerRoomNameAttribute LDAP/LocationNameAttribute

Veyon 4.1

Übersicht

Veyon 4.1 war die erste Feature-Release-Serie von Veyon 4. Obwohl für den Endanwender nicht sichtbar, ist die wichtigste Änderung die Modularisierung der Plattformunterstützung, d.h. alle plattformspezifischen Funktionen wurden in eigene Plugins verschoben. Dies hat die Unterstützung der einzelnen Plattformen deutlich verbessert und macht es einfacher, in Zukunft weitere Plattformen zu unterstützen. Darüber hinaus bietet Veyon 4.1 viele Verbesserungen und neue Funktionen gegenüber 4.0:

  • Core
    • Alle Passwörter in der Konfiguration werden jetzt verschlüsselt.
    • Plattform-spezfischer Code wurde in Plattform-Plugins verschoben.
  • Master
    • Computer können nun mittels Drag’n’Drop anders angeordnet werden.
    • Eine Schaltfläche wurde hinzugefügt, über die ausgeschaltete Computer ausgeblendet werden können.
    • Das Aktualisierungsintervall, die Hintergrundfarbe und die Computerminiaturbild-Beschriftung sind jetzt konfigurierbar.
  • Plugins
    • Die Verwaltung von Authentifizierungsschlüsseln sowohl im Configurator als auch auf der Kommandozeile wurden komplett überarbeitet.
    • Computer und Räume können jetzt auf der Kommandozeile verwaltet werden.
    • Computer und Räume können jetzt aus CSV- und Textdateien importiert werden.
    • Für die Funktionen „Programm starten“ und „Webseite öffnen“ können vordefinierte Programme und Webseiten konfiguriert werden.
  • LDAP
    • Die Unterstützung für verschlüsselte SSL/TLS-Verbindungen wurde hinzugefügt.
  • Linux
    • Volle systemd-Dienst-Unterstützung
    • Der Mechanismus zum Herunterfahren/Neustart/Abmelden wurde mit Hilfe von DBus-Aufrufen neu entwickelt.
  • Windows
    • Alle Builds basieren auf einer aktualisierten Toolchain mit GCC 7.3, Qt 5.9 LTS und OpenSSL 1.1.

Strukturelle Änderungen

Im Rahmen der Änderungen für die systemd-Unterstützung unter Linux wurde in Veyon 4.1 die Veyon Service Komponente in zwei separate Komponenten aufgeteilt. Der Veyon-Dienst enthält nicht mehr die eigentlichen Funktionen, die den Zugriff auf einen Computer ermöglichen. Diese Funktionen wurden in die neue Veyon-Server-Komponente verschoben, die als eigenständiger Prozess in Benutzersitzungen läuft. Der Veyon-Dienst überwacht nun nur noch Benutzersitzungen auf einem Computer und startet Veyon-Server-Instanzen innerhalb dieser Sitzungen.

Das Plugin LocalData wurde in die Plugins BuiltinDirectory und SystemUserGroups aufgeteilt. Dadurch ist es möglich, verschiedene Datenquellen für die Zugriffskontrolle zu nutzen, z.B. Computer aus einem LDAP-Verzeichnis in Verbindung mit lokalen Benutzergruppen. Nach der Aktualisierung sollten Sie überprüfen, ob das entsprechende Netzwerkobjektverzeichnis und das Benutzergruppenbackend für die Zugriffskontrolle wie gewünscht ausgewählt sind.

Konfigurationsänderungen

Die folgenden Konfigurationsschlüssel haben sich in Veyon 4.1 geändert:

ExternalVncServer/Password

In Veyon 4.0 enthielt dieser Schlüssel das unverschlüsselte Passwort für einen externen VNC-Server. Ab Veyon 4.1 wird dieses Passwort immer verschlüsselt gespeichert. Es wird automatisch verschlüsselt, wenn die Konfiguration auf 4.1 aktualisiert wird. Es gibt keine Möglichkeit, das Passwort manuell zu verschlüsseln. Bei einem Wechsel zurück auf 4.0 muss das Passwort wieder explizit gesetzt werden.

LDAP/BindPassword

In Veyon 4.0 enthielt dieser Schlüssel das unverschlüsselte LDAP-Bind-Passwort. Ab Veyon 4.1 wird dieses Passwort immer verschlüsselt gespeichert. Es wird automatisch verschlüsselt, wenn die Konfiguration auf 4.1 aktualisiert wird. Es gibt keine Möglichkeit, das Passwort manuell zu verschlüsseln. Bei einem Wechsel zurück auf 4.0 muss das Passwort wieder explizit gesetzt werden.

LDAP/UsersFilter, LDAP/UserGroupsFilter, LDAP/ComputersFilter, LDAP/ComputerGroupsFilter, LDAP/ComputerContainersFilter

Veyon 4.0 hat einen nicht standardisierten Syntax für LDAP-Filter verwendet. Diese Unzulänglichkeit wurde in Veyon 4.1 behoben, so dass nun alle Filterausdrücke in Klammern gesetzt werden müssen. Die Ausdrücke werden bei der Aktualisierung der Konfiguration auf 4.1 automatisch angepasst.

BuiltinDirectory/NetworkObjects

In Veyon 4.0 wurde das eingebaute Netzwerkobjektverzeichnis durch ein anderes Plugin bereitgestellt. Ab Veyon 4.1 werden Standorte und Computer in BuiltinDirectory/NetworkObjects anstelle von LocalData/NetworkObjects gespeichert.

Veyon 4.0

Veyon 4.0 war die erste Release-Serie von Veyon 4, dem Nachfolger von iTALC. Es zeichnet sich durch eine modulare Architektur, eine neu geschriebene Master-Anwendung und LDAP/AD-Unterstützung aus. Seit Dezember 2018 ist die Veyon 4.0.x-Serie als End-of-Life gekennzeichnet und wird keine Updates mehr erhalten.